Die ersten Eindrücke

Wow, einfach nur wow. Im Moment bin ich einfach nur erschlagen von neuen Eindrücken. Daher möchte ich diesen Blogeintrag dazu nutzen, alles nochmal durchzugehen, was ich erlebt und gesehen habe. Doch jetzt von Anfang an…

1. Der Flug

Stress pur. Ich bin von Bremen über Köln nach Frankfurt gefahren. Erst IC dann ICE. Von der Fahrt her alles entspannt, bis auf die Hitze. Ist ja mal wieder klar, dass ich an dem einzigen Tag im Jahr, wo mal das Wetter gut, im Zug sitzen muss…. Kurz vor Köln musste mein Waggon geräumt werden, weil die (wahrscheinlich nicht mal vorhandene) Klimaanlage „defekt“ war. Aber sonst ist alles gut gelaufen. Am Flughafen angekommen, musst ich mich alleine zurechtfinden. Nach längerem Suchen habe ich dann die anderen gefunden. Das Check-in war für mich als quasi-Anfänger echt kompliziert, aber meine Mitfreiwilligen haben mir sehr gut geholfen. Das Flugzeug ist pünktlich abgehoben und die Reise konnte beginnen. Das Essen war abends voll ok, morgens jedoch unterirdisch.



Unser Flugzeug
Am besten wäre es gewesen, während des Fluges zu schlafen (wir sind über Nacht geflogen), doch das war anscheinend zu schwer für meinen Körper. Genau wie die meisten meiner Kollegen, saß ich die ganze Nacht wach. Trotzdem hat es echt Spaß gemacht, das alles mitzuerleben. Am Morgen sind wir dann sicher in Johannesburg gelandet. In den fünf Stunden, die wir Aufenthalt hatten, haben wir bei Nandoos, einer Südafrikanischen Essenskette gespeist und die Zeit totgeschlagen. Nachdem ich beim ersten Flug einen Platz in der Mitte hatte, durfte ich beim Inlandflug nach P.E. am Fenster sitzen. Wie ein kleines Kind habe ich während der anderthalb Stunden Flug aus dem Fester geguckt, und die beeindruckende Landschaft, die sich unter mir erstreckte begutachtet. Das aufregende braun-gelbe Land, die Berge, die kreisrunden Ackerflächen. Alles wirkte so anders als das Bekannte. In P.E. angekommen, wurden wir von unserem Mentor Brett Armstrong und zwei Freiwilligen, die noch da sind empfangen.
(Bild)

2. Das Autofahren

Ich bin jetzt knapp zwei Tage hier und es ist unglaublich wie sich das Land von meiner Heimat unterscheidet. Allein die erste Autofahrt zur Wohnung war sehr beunruhigend, denn es herrscht Linksverkehr in Südafrika. Klar das habe ich vorher gewusst, aber dann im Auto zu sitzen ist was ganz Anderes. Linksfahren – ok, Links schalten – naja, aber dann auch im Kreisverkehr linksfahren und rechts zu Blinken, das war mir sogar als Beifahrer zu viel. Ich bin selber noch nicht gefahren, aber ich denke morgen werde ich es wohl probieren müssen. Die Autos fahren, das ist auch alles was man zu ihnen sagen kann. Ansonsten ist der Verkehr der Horror. Auch wenn die Straßen alle sehr breit sind ist Autofahren echt…anders. Die legendären Großraumtaxen, die sehr viel auf den Straßen zu sehen sind, sind echt verrückt. Sie halten mitten auf der Straße, um Menschen ein-und auszuladen. Meist fahren sie mit Tür oder Fenster offen, um durch die Gegend zu schreien, wo sie hinfahren, damit sich die Kunden daran orientieren können.

3. Erste Eindrücke vom Land

Was mich doch ein wenig erschrocken hat, sind die Unterschiede zwischen den Schwarzen und den Weißen. Erstmal haben wir festgestellt, dass die meisten Weißen auch ein weißes Auto fahren, so wie wir. Aber an sich merke ich es echt extrem und das, obwohl ich wahrscheinlich nicht mal 3% der Stadt gesehen habe. Wir wohnen in einer recht sicheren Gegend, in der eher Weiße wohnen. Beim Essengehen und beim Einkaufen habe ich gemerkt, dass die Kundschaft fast nur weiß ist, die Kassierer und Mitarbeiter hingegen meistens schwarz. Im Café heute Morgen war es extrem.  Was hingegen sehr positiv ist, ist der Service. Nicht nur, dass die meisten Läden hier Parkplatzwärter haben, die einem beim Parken helfen, auch gibt es im Supermarkt Personal was dir den Einkaufswagen reicht und abnimmt. Alles in allem habe ich gemerkt, dass die Menschen stets freundlich und hilfsbereit sind.

4. Die Wohnung

Unsere (also Immos und meine) ist an der Water Road. Zusammen mit vier anderen Freiwilligen wohnen wir auf dem Grundstück einer älteren Frau. Das Grundstück ist echt groß. Es gibt zwei große Häuser und ein Poolhaus, eine in eine Wohnung umgebaute Hütte. In einem der beiden Häuser wohnen zwei Freiwillige, in dem anderen die Vermieterin. Ich wohne in einem abgetrennten Bereich des Hauses in der sie wohnt. Immo und ich teilen uns ein Zimmer und ein Badezimmer. Da unsere Wohnung ein halbes Jahr nicht genutzt wurde, ist das Inventar lange nicht benutzt worden. Dafür war unsere Wohnung die aufgeräumteste. Wir habe jeder ein Bett, einen Schreibtisch und eine Große Schrankwand mit einer Menge Platz. Dazu das was man zu überleben braucht – eine Mikrowelle und einen Kühlschrank. Zum Kochen müssen wir in die Große Wohnung. Ansonsten bin ich mit meiner Wohnung überaus zufrieden.

Das waren ein paar kurze Eindrücke meiner ersten beiden Tage. Natürlich konnte ich und wollte auch nicht alles erzählen. Ansonsten bleibt mir noch zu sagen, dass es mir gut geht und ich total Bock habe am Montag in die Projekte zu starten. Zumindest in der Schule, bei den Vikings gibt es gerade paar Probleme mit der Halle, aber mal sehen.

Ich möchte mich mit einem sehr epischen Bild verabschieden...




In dem Sinne:
Machts gut und tschüss bis zum nächsten Mal


Euer Eiko

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